Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Die 4 Jahreszeiten

Die 4 Jahreszeiten

4jahreszeiten

Was wäre, wenn unsere Jahreszeiten sprechen könnten?

DER WINTER

Die einen lieben mich, die anderen hassen mich. Ich bringe Schnee und Frost. Dennoch ist meine Zeit eine Zeit der Liebe und Wärme. Menschen feiern Weihnachten, es gibt gutes Essen und kuschlige Abende. Vom Glühwein bis zur Skipiste habe ich auch etwas zu bieten. Ganze Städte werden in meiner Winterlandschaft fotografiert. Und geben sie ruhig zu: Wäre es immer warm wie im Sommer, es wäre langweilig. Ausserdem können Sie an meinen kalten Tagen ihre schicken Winterjacken tragen. Ich bin sehr robust und drängle mich manchmal in andere Zeiten. Die Natur wollte das so. Sie ist unsere Mutter.

DER FRÜHLING

Ein gelbes Meer aus Schlüsselblumen bin ich. Die Tiere wachen auf und so manch Menschlein bekommt Gefühle. Ich bin der Urprung des Erwachens, nicht nur in der Natur. Ich bin ein Übergang vom kalten Wetter in die sonnige Jahreszeit, ich sorge dafür, dass die Freibäder bald wieder aufmachen. In England nennt man mich „Spring“. Und so mancher springt auch, wenn ich eingeläutet bin. Man denke nur an den Karneval. Zeit zum Aufbruch und Heiterkeit.

DER SOMMER

Ich brenne förmlich, meistens zumindest. Ich habe all das, was sonst keiner hat: Wärme der Erde, nicht des Gemüts, aber das kommt automatisch, wenn ich den Saal des Klimas betrete. Liegen am See, baden, leichte Klamotten, Sonnenbrillen. Ich bin der Liebling, auch wenn ich nicht immer alle Erwartungen erfülle, wenn mir mein Kumpel Frühling und Herbst in die Quere kommen. Dennoch bin ich da.  Jedes Jahr! Geben sie es ruhig zu: Ich bin eine Show von knappen Bikinis bis hin zu strammen Badehosen. Übertreiben will ich ja nicht, aber ich finde mich sexy!

DER HERBST

Blätter fallen, wie Gold sehen sie aus. Kinder sammeln Kastanien, da alles von den Bäumen fällt. Ich ergänze den Sommer und bringe Pflanzen, Tiere und Menschen zum schlafen und ausruhen. Irgendwo muss ein Ende her. Keine Sorge, ich zerstöre niemanden, ich geleite Sie nur zur Ruhe. Der viele Regen nervt sie? Kann ich verstehen, aber die Tränen aus dem Himmel sind meine Macht, wieder abzuschliessen und einen Neubeginn zu planen, falls es dieses Jahr nicht so recht geklappt hat. Ausreichend Zeit, um alles zu überdenken am Kaminfeuer, bis der strenge Winter wiederkommt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Oktober 5, 2013 von in Prosa.

Tags

Literaturdepot

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 19 Followern an

%d Bloggern gefällt das: