Textprobe aus der HELDEN-SAGA

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag. Der Herbst bringt Ihnen bald meinen neuen, an das Game „Sonic the hedgehog“ angelehnten Fantasy-Zweiteiler

DIE HELDEN SAGA!

Hier eine kleine Leseprobe aus Band 1:

“Du kannst mich nicht ewig ignorieren“, hörte ich noch ein leises Echo in meinem Kopf.
Er fing an zu pochen und ich rieb mir die Schläfen, wie ich es immer tat, wenn der Schatten zu groß wurde. Panisch kniff ich die Augen zusammen und versuchte, ihn soweit es ging, zurück in mein Hirn zu drängen, in die hinterste Ecke, hinter irgendeine Tür und ich spürte, wie die Kopfschmerzen schwanden. Dann war der Schatten weg.
Ich seufzte erleichtert und konzentrierte mich wieder auf meine Aufgabe. Als ich den Kleiderschrank öffnete, schossen mir Motten entgegen und zahlreiche Insekten krabbelten daraus hervor. Ich ignorierte sie und durchsuchte den Schrank.
Nichts. Nur ein kleiner Kasten mit Nähsachen. Sicherheitshalber steckte ich ihn ein. Vielleicht könnten wir noch irgendwann etwas mit jenen anfangen, oder ich vermochte unsere Sachen mal zu flicken, die schienen schon ziemlich zerfetzt. In den restlichen Zimmern des Hauses fand ich auch nichts. Seufzend betrat ich das Kinderzimmer und sah mich um. Die meisten Sachen schienen im Laufe der Zeit zerfallen zu sein, kaputt gegangen oder bei der Katastrophe zerstört worden. Doch ich entdeckte noch ein Kuscheltier in der Ecke des Zimmers. Es war ein kleiner Hase. Er wirkte angesengt, zerfleddert und hatte keine Augen mehr, aber er hatte es irgendwie geschafft, noch erhalten zu bleiben. Blut klebte an dessen Füßen und ich hob ihn hoch.
Er sah unheimlich aus und mir war, als würde er mich anstarren mit seinen nicht vorhandenen Augen. Schaudernd ließ ich ihn schnell wieder fallen und hörte dabei ein leises Plonk!
Verwundert hob ich ihn erneut hoch und drehte ihn um. Da war ein Reißverschluss an seinem Rücken. Ich zog ihn auf. Eine kleine, aus Metall gefertigte Figur lag darin. Es stellte einen Engel da, der auf seiner Harfe spielte. Das war reichlich ungewöhnlich, denn solche Dinge bestanden doch eher aus Porzellan oder Ähnlichem. Andererseits fand ich den Anblick dieses Engels beruhigend und ich beschloss, ihn als Glücksbringer mitzunehmen.
Ich steckte ihn in die Tasche und verließ dann das Haus. So surreal das auch klingen mag, ich spürte die vorwurfsvollen Blicke des Hasen in meinen Rücken, der empört darüber war, dass ich ihm seinen Engel geklaut hatte.

Als die Stunde vorbei war, hatte ich einen Nähkasten, fünf Messer und eine noch funktionierende Taschenlampe. David hatte Munition für die Waffen in einem Waffenladen gefunden und dabei noch diverse andere Gegenstände mitgehen lassen.
„Was soll ich damit?“, fragte ich verwirrt, als er mir eine Pistole in die Hand drückte und ein Messer, welches beinahe 40 cm lang war. Die Klinge war schwarz und stumpf geworden, doch ich wusste, dass David auch Schleifsteine hatte. „Dich verteidigen, denn ich kann euch ja nicht ewig beschützen“, erwiderte er und fügte hinzu: „Nur für den Notfall.“
Ich sah zu dem Messer. Mit so was konnte ich umgehen, das war kein Problem, nur mit Pistolen, das war schon schwieriger. Ich war nie ein großer Militärs Freak und wusste nicht mal genau, wie man dieses Ding lud, aber ich würde es versuchen. Wenn es bedeutete, dass ich uns damit schützen konnte, dann tötete ich eben.
„Ich habe noch Wasser gefunden und die Trinkflaschen aufgefüllt“, meinte Petra und wies auf die drei Beutel an ihrem Gürtel „Es ist nicht wirklich sauber, Regenwasser halt, aber wir können es im Notfall ja aufkochen um wenigstens die Bakterien zu töten.“
„Okay, ich glaube, dann haben wir alles“, sagte ich seufzend und David sah zu mir.
„Stimmt was nicht?“
„Nein, alles okay, ich weiß nur nicht, ich mag keine Städte. Hier ist alles einfach…“
„…tot?“, beendete er meinen Satz und ich nickte.

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