Dialoge aus „Drachenzeitalter“

Heute möchte ich Euch neugierig machen auf meinen Ende dieser Woche erscheinenden Fantasyroman DRACHENZEITALTER. Er ist meinem neugeborenen Sohn Kilian gewidmet, der Hauptprotagonist trägt daher seinen Namen. Weiterhin ist dieses Buch erst das Zweite nach dem „Mandela-Effekt“, das in der 1. Person singular verfasst ist, also in der ICH-Perspektive. Alle meine anderen Veröffentlichungen sind in der 3. Person Singular, also ER-Perspektive geschrieben, was auch in der Literatur gängiger ist.

Ich freue mich nun auf die Veröffentlichung im Amazon Hausverlag KDP und wünsche allen Followern einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst,

Roman

~ Kilian ~

Am nächsten Morgen standen wir dann vor einem erneuten Problem. Wir besaßen zwei Pferde, waren jetzt aber zu dritt. Dany rollte gerade eine Matte zusammen und sah dann zu Ria.

„Wenn ihr wollt, dann könnt ihr auf Mouse reiten. Er ist sehr lieb und pflegeleicht. Ich reite bei Van auf Kondor mit.“

Ich selbst war gerade dabei, das Feuer zu löschen, und nickte.

„Das ist eine ausgezeichnete Idee.“

Ich sah zu Ria und merkte, dass ihr dieser Gedanke nicht so sonderlich behagte. Ich zog die Augenbrauen hoch.

„Ihr könnt nicht reiten, habe ich Recht?“

Sie knetete verlegen die Finger und nickte.

„Hallas kann ich reiten, doch ihnen muss man auch nicht sagen, was sie tun müssen“, rechtfertigte sie sich.

Ich musste etwas schmunzeln, wie schwer ihr diese Erkenntnis fiel. Das war wirklich süß.

„Dann solltet ihr vielleicht bei mir mitreiten, Ria. Euch und Dany gleichzeitig zu tragen wäre etwas zu anstrengend für den kleinen Mouse.“

„Bitte? Bei euch? Mit auf dem Pferd!“, rief sie entsetzt.

„Können wir nicht einfach zu Fuß gehen?“

Ich schüttelte den Kopf.

„Nicht, wenn ihr es wirklich so eilig habt wie Ihr sagtet. Zu Pferd sind wir, wenn wir gleich losreiten, am späten Abend beim Zirkel. Wenn wir wandern, brauchen wir bestimmt ganze zwei Tage.“

„Ja, das kommt hin“, stimmte mir Dany zu.

Ich sah, was sie das für eine Überwindung kostete. Es kränkte mich etwas. „Findet Ihr mich wirklich derartig abstoßend, Jägerin?“

„Ich … “

Sie senkte den Blick.

„Verstehe. Gut, dann werden wir zu Fuß gehen“, nickte ich bitter und befestigte mein Bündel an Kondors Sattel.

„Wartet, Wächter. Ich werde mit euch reiten“, entschied sie sich mit leiser Stimme.

„Seid ihr euch sicher?“

Sie nickte.

„Lasst uns aufbrechen.“

Dany und ich saßen auf und ich lenkte meinen Fuchs neben Ria. Mit einem Stiefel glitt ich aus dem Steigbügel und reichte ihr die Hand.

„Nehmt jenen als Hilfe.“

Sie tat es und ließ sich von mir auf das Pferd ziehen, da saß sie auch schon.

„Was? Ich sitze ja vor euch, Wächter.“

„So kann ich sicher sein, dass Ihr nicht stürzt. Wir werden sehr schnell reiten. Drückt eure Oberschenkel an Kondors Körper und haltet Euch in seiner Mähne fest.“

Sie nickte.

„Fertig?“, fragte ich.

Sie schüttelte den Kopf, doch ich schnalzte schon mit der Zunge und wir jagten davon. Sie schrie spitz auf und sank mit fest geschlossenen Augen fast ganz auf den Hals meines Hengstes. Ihre Nähe wurde mir plötzlich bewusst, ihr Duft wehte mir entgegen.

Wilder Honig und vielleicht ein Hauch von süßem Flieder. Ein zarter Duft, er passte so gar nicht zu ihrem hitzigen Wesen. Ein altbekanntes Ziehen strahlte von den Lenden in den Bauch und bildete dort einen Knoten.

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