Leseprobe aus „DER GRAND PRIX“

Leseprobe

Die Rettung

Als Chrissy aufwachte schien es fast vollkommen dunkel, nur aus einem kleinen Spalt fiel Licht, welches kaum die Ecke erhellte, in die man sie geschliffen und an einen Stuhl gefesselt hatte.

Die Fesseln an ihren Handgelenken waren so fest geschnürt, dass es ihr schmerzte und auch ihr Kopf dröhnte dermaßen heftig, von dem Schlag den man ihr verpasst hatte. Die kesse Peanutbutter aber kämpfte gegen den Schmerz an, hob ihren Kopf, so gut es ihr möglich war an und versuchte etwas zu erkennen. Es schien sich um einen leeren, verlassenen Keller zu handeln, in dem es nach Schwefel roch.

Chrissys Angst stieg ins Unermessliche, als sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnten und sie zig Messer und andere Folterinstrumente entdeckte, die sie schon oft genug in Mafia-Filmen gesehen hatte.

Panisch zog sie an ihren Fesseln, versuchte, sie zu lockern, leider ohne Erfolg. Sie strafften sich sogar immer fester und schnitten ihr ins Fleisch. Kaum eine Sekunde später wurde eine Tür aufgerissen und eine dunkle Gestalt kam ihr mürrisch entgegen.

„Du!“, polterte eine düstere Stimme los mit einem Akzent und bedrohlichen Unterton, packte den Baseballschläger, der auf einer Werkbank lag und schlug mit voller Wucht gegen den Stuhl, auf dem Chrissy saß, der dann in sich zusammen brach und jene mit sich umriss.

Die junge Frau schrie auf, aus Angst das klotzige Sportgerät als Nächstes ab zu bekommen, doch ein weiterer Schlag blieb glücklicherweise aus.

„Wo ist es?“, schrie die Person mit dem Baseballschläger.

„Wo?“, erkundigte sich das unbekannte Wesen erneut und wütend aggressiv.

Chrissy rollte sich daraufhin, so gut es ging schützend zusammen.

„Ich weiß nicht was sie meinen“, flüsterte sie schluchzend.

Ein weiterer Schlag, landete schließlich direkt neben ihren Kopf.

„Wo zum Teufel ist das Versteck dieser Hurensöhne“, rief er oder sie nun wutentbrannt.

„Bitte hören sie auf!“, flehte sie.

„Ich weiß es nicht!“

Ein Griff in ihr Haar folgte sogleich, unbarmherzig wurde sie auf die Beine gezogen.

„Lüg mich nicht an, du kleine Nutte! Man hat dich mit ihnen zusammen gesehen!“

Die Schwarzhaarige wimmerte ängstlich.

„Ich habe nichts mit den Leuten zu tun. Bitte.“

Hart prallte sie auf dem kalten Stein auf, ihr Kopf schmerzte nun umso mehr und wieder wurde ihr Schwarz vor den Augen. Erneut packte ihr Entführer zu.

„Hör zu Kleine, für dich kann es noch richtig ungemütlich werden, wenn du mir nicht sagst, wo dieses Dreckspack sich zur Zeit aufhält! Sie haben etwas was uns gehört und wir hätten es gerne wieder! Wenn du dich gut anstellst, kannst du noch als Geisel fungieren, wenn nicht endest du als Fickstück, also überleg es dir! Also, ich frage dich noch einmal: Wo hält sich Techscalibur auf?“

Daraufhin machte sich Stille breit in jenem unsäglichen Raum.

„Gut, wenn du nicht redest, bring ich dich halt dazu.“, kündigte er nun an.

Kraftvoll verpasste er dessen Geisel eine saftige Ohrfeige und drückte sie zu Boden. Mit einer Hand lockerte er seinen Gürtel und öffnete den Bund der Hose.

„Ich denke solange du reden kannst, wird mein Boss nichts dagegen haben.“

„Nein!“

Die junge Frau kämpfte gegen den Griff an, und wehrte sich mit verbundenen Händen und Füßen.

„Nein, bitte! Sie wohnen....“

„Martinez! Was soll das?“, schallte es plötzlich in das Zimmer hinein.

Ihr Entführer ließ Chrissy sogleich abrupt los und wandte sich zu der zweiten Gestalt, eine Frau mit langen dunklen Haaren und einer schlanken Figur, die soeben den Raum betreten hatte.

„Lady Phantom!“

Chrissy weinte leise und versuchte aus der Reichweite des Folterers zu kriechen, doch Lady Phantom trat auf die nun am Boden kauernde Schwarzhaarige zu und strich ihr über die Haare.

„Liebes, tut mir leid, wenn mein Handlanger dich verletzt hat...Martinez, verschwinde!“, sorgte sie sich sanft, wurde bei dessen Namen jedoch deutlich lauter.

„Ja, Lady Phantom! Es tut mir leid!“

Hastigen Schrittes zog ihr Lakai ab, während sie sich zu Chrissy hinunter kniete und das junge Mädchen näher betrachtete. Langsam strich der Zeigefinger der Frau Chrissys Gesichtskonturen nach.

„Hach, ich wünschte ich wäre von Natur aus auch so schön wie du.“

„Bitte lassen sie mich gehen“, bat Chrissy die Dame.

„Aber nicht doch. Es wäre ein zu großer Verlust für mich, so jemanden wie dich an die dreckigen Hunde aus Techscalibur zu verlieren.“

Ein bösartiges Kichern entfuhr ihr, als sie Chrissys Kopf zurück auf den harten Stein legte und sich erhob.

„Ich bin bald wieder da, Süße, dann kümmere ich mich persönlich um dich“, kündigte sie an.

Jeffrey hatte sich währenddessen endlich mit Domi versöhnt und glücklich machte er sich auf den Weg zurück zu Clarice, bei der er Chrissy hatte warten lassen, bevor er Domi ein kleines Stück begleitet hatte, dann weiteten sich seine Augen.

Geschockt beobachtete er, wie mehrere Leute das hilflose Mädchen in einen schwarzen Van zerrten, bevor sie die Schiebetür schlossen und mit tosendem Motorenlärm und etlichen PS unter der Haube davon fuhren. Blitzschnell zog er seine Waffe und versuchte noch die hinteren Reifen zu erwischen, während er zu Clarice eilte. Passanten schrieen laut auf, als mehrere Schüsse fielen, doch das Fahrzeug war bereits zu weit entfernt, um es zielsicher zu treffen. Warum hatte er nun nicht sein Scharfschützengewehr dabei? Hätte er schnell genug gehandelt, wäre er den Fahrer ausgeschaltet worden. Nun blieb ihm nichts anderes als zu versuchen das Fahrzeug zu verfolgen.
Rasend schnell fuhr er los, und wählte noch, während er gefährlich scharf um die Ecke bog Bojans Nummer über sein Smartphone.
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