Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Appetithäppchen FACES

Obwohl beide Bände erst am 1. Dezember 2015 im AAVAA Verlag erscheinen, gibt es hier im Blog bereits kleine Appetitmacher auf die Bücher.

+++ Erstexemplare können bereits signiert in der Lesestube in der Rosengasse Bad Reichenhall erworben werden! +++

50 % Der Erlöses gehen an den Projekteverein München für gemeinnützige Zwecke und sozial Schwache!!

FACES – Band 1: Tagebuch eines Anderen

Liebes Tagebuch,

du hast es von nun ab mit mir zu tun. Aber keine Sorge, es wird nicht langweilig werden, dazu habe ich zu viel zu sagen. Jedenfalls mehr, als sich manch einer erträumen mag. Nein, es geht nicht unbedingt nur um mein Leben, es geht um die Menschen an sich. Die Zusammenhänge, das ganze Drumherum und warum ein junger Mann überhaupt Probleme mit der Psyche bekommen kann. Dass sich das dermaßen ausweitet, habe ich zwar befürchtet, aber ehrlich gesagt bin ich gar nicht einmal so unglücklich darüber, dass gewisse „Gesichter“ in deinen Zeilen begutachtet und beschrieben werden. Es gehört eben zu unserer Zeit, dass solche Dinge passieren. Interessanterweise schreibe ich sehr gerne in dich hinein, denn du lässt etwas zu, das meine Freunde, Familie und vor allem die Frauen in meinem Leben nicht taten. Na ja, vielleicht hatten sie einfach keine Zeit oder Lust, zuzuhören. Warum auch. Sind wir im Kreislauf nicht eh nur eine Nummer? Gewiss, ein Menschenleben ist auf dem Planeten nichts Besonderes. Besonders ist jedoch, wenn sich jemand die Mühe macht, Gewisses aufzuschreiben und festzuhalten.

Wie der Name schon sagt, liebes Büchlein, es gibt da ein paar Gesichter, meine eigenen, es sind mehrere und die der anderen. Mit all diesen Kreaturen hast du es jetzt zu tun. Knallhart.

Es geht in erster Linie auch nicht um die Schuld der „Anderen“, denn die sind sowieso gestraft genug. Bei Gott, wie viele belanglose Leute ich da angehen müsste, das ist müßig und findet höchstens eine kleine Bemerkung am Rande. Im Grunde genommen tun mir einige Zeitgenossen in meiner Heimatstadt ordentlich leid. Diese Einträge in dein Buch werden bunt sein, voller Lebensfreude und Zuversicht, wenn auch gebaut auf einem mehr als holprigen Weg bis ins Jetzt und Hier. Warum ich gerade dich für dieses Projekt ausgewählt habe? Ganz einfach, weil du mir so einzigartig entgegengestrahlt hast in diesem kleinen Laden um die Ecke, der neben meinem Lieblingstabak auch Gummibärchen für die Kleinen auch edle Ledergeldbörsen und Glückslose verkauft. Ich mag dieses Geschäft, denn es hat sogar an Feiertagen geöffnet und ist mit dem Fahrrad gut zu erreichen. Das Feierabend Bierchen aus der Kühltruhe rundet die ganze Sache natürlich noch ab. Wohl bekomm´ s!“

Kapitel 1

Einleitung

Es begann damit, dass die Achtziger Jahre eine wunderschöne Epoche waren. Ein Jahrzehnt des Pop und Heavy Metal mit noch echten Telefonen, verkabelt und ohne Internet, ohne Laktose Intoleranz und Medienhype um jeden Pups eines Sternchens. München war noch „echter“ und man machte noch Urlaub in Jugoslawien unter Tito. Mein Opa war noch nicht einmal in Rente und der Commodore 64 blühte auf mit Soccer Spielen, die mehr als zwanzig Minuten laden mussten. Dafür beherbergte eine Diskette aber dann auch gleich mehrere Spiele. Nach den Hausaufgaben ging man gewiss noch raus zu den Freunden, die schon warteten, bevor man sich ein Stündchen vor den Brotkastenbildschirm setzen durfte.

Darum, und genau deshalb möchte ich diese Welt beschreiben, zunächst als Kind, dann als heranwachsender Jugendlicher und schließlich als Erwachsener, der zurückblickt auf eine Zeit, die nicht nur ihn geprägt hat. Nicht zuletzt auch durch die vielen Kurzgeschichten. Sie sind nicht autobiografisch, doch ein Schreiberling bringt sich automatisch immer selbst mit ein, ob er nun will oder nicht. Ein Übergang von der Mittelklasse in ein Zeitalter der Medien und des Multimedia. Es ist so viel besser geworden, doch auch etwas hat sich zum Negativen entwickelt. Paare heiraten nicht mehr, um für immer miteinander verbunden zu sein. Taten sie das auch jemals?…und überhaupt: War früher wirklich alles besser? Mit Sicherheit nicht, es war eben anders.

Anders bin auch ich, darum geht es hier in erster Linie. Anders mach nicht nur außergewöhnlich, sondern in erster Linie unbeliebt. Doch sehen sie selbst:

Mein Name ist Jonas Palmer und ich erzähle Ihnen eine Geschichte. Sie kann sehr lange ausfallen, aber Sie werden es gewiss nicht bereuen, dass ich Sie an gewisse Stellen auf der Welt mitnehme, die nicht jeder gesehen oder erfahren hat. Eines sei gewiss. Sie sollten Humor haben und das Ganze nicht so eng sehen. Vielleicht können Sie diese Notizen auch fesseln wie keine andere, wer weiß? Jedenfalls habe ich mit meinen 37 Jahren schon so viel erlebt, dass ich ein Buch darüber schreiben könnte. Achja, das tue ich ja gerade. Keine Sorge, weder in den Dorfgeschichten im oberbayerischen Exil noch in den darauf folgenden Anekdoten geht es nur um mich. Es geht um die Watschengesichter, die ganz Schlauen, die Erhabenen, die Besseren und an ein paar so genannte Freunde, die bis heute nicht geschnallt haben, dass ich weder arrogant noch voreingenommen bin. Man kann eigene Probleme nicht auf mich projezieren, denn einige dieser Blindschleichen hier an Bord im Saukaff Bad Leichenhall denken wirklich, dass sie die Weisheit des Lebens gebucht haben, obwohl ihr erbärmliches Leben am Tellerrand des Schweinebratens aufhört. Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Schon gar keine Flüchtlinge, Menschen, die wirklich Hilfe brauchen oder irgendetwas, das anders ist als die Sturköpfigkeit dieser gottverdammten, geistigen Tiefflieger hierzulande.

Sie sehen schon, ich nehme mir kein Blatt vor den Mund. Schon gleich deswegen, dass dieses Tagebuch veröffentlicht wird und die Betroffenen Schwachköpfe ganz genau wissen, wer gemeint ist.

Viele werden vielleicht bereuen, FACES in die Hand genommen zu haben. Die meisten jedoch werden aufhorchen und merken, dass es richtig ist so. Denn alles beginnt irgendwann auf einem kleinen Dorf und endet in der großen Stadt. Man findet Gehör, auch wenn man nach Ansicht seiner Mitmenschen einen Dachschaden hat. Das größte Problem der Menschheit ist die Religion und die dazugehörige Gesellschaft, Wer auch nur ein bisschen von beidem abweicht, ist nicht mehr konform. Zu meinem Glück. Aber bevor ich mich weiter in meinem Büchlein auskotze, sollten einige Gegebenheiten in Form von Geschichten an den Mann gebracht werden. Viel Vergnügen auf dem Dorf, in der Kleinstadt, in der Landesmetropole und später in den ferneren Zielen der Suche von Jonas Palmer nach dem „Echten“. Ich, ja ich, Jonas kenne es bereits und möchte Sie daran teilhaben lassen.

FACES – Band 2: Nächtebuch eines Fantasten

Der Wunsch, andere Kulturen kennenzulernen, steckt in jedem von uns. Roman Reischl beschreibt aus der Sicht von „Jonas Palmer“, diesmal in der dritten Person teilweise mit Fantasie, oftmals auch autobiographisch die positiven und auch negativen Seiten, Zustände und Entwicklungen in einigen Teilen der Erde, bevor sich das Buch in einen einzigen großen Traum von Kurzgeschichten verwandelt.

Er bringt diese Aspekte in Verbindung mit einer Geschichte über ein junges deutsches Paar, welches sich entschlossen hat, die gesamte Welt zu bereisen. Die Erfahrungen, die die beiden machen, verändern nichts. Dennoch sollen sie zu mehr Respekt und internationalem Verständnis beitragen.

Ein Muss für Querdenker und Freigeister und eine knallharte Abrechnung mit der Zeit in allen Epochen unserer Gattung.

Er beschreibt in einer außergewöhnlichen Reise, gemischt mit einer autobiographischen Realität, wie er es geschafft hat, seinen ehemals verhassten Heimatlandkreis wieder lieben zu lernen.

Sein Hauptprotagonist Jonas lebt mit Angstzuständen, ist aber dennoch ein unheimlich weltoffener und kommunikativer Mensch.

Erfahren sie selbst, wie er sich mit Hilfe eines alten keltischen Amuletts Zugang zu einer Parallelwelt schafft, die nur im Traum stattfindet, aber dennoch so real auf ihn wirkt, dass Jonas die Erfahrungen aus seinem Schlaf ins echte Leben mitnehmen kann und diese zunehmend positiver und entspannter sieht.

Der Autor Roman Reischl teilt die gesamte Erde und das Leben in seinen Kurzgeschichten in fantasiereiche Geschichten auf.

Keiner kann die Vergangenheit ungeschehen machen, jeder kann die Gegenwart steuern und so mancher kann die Zukunft mit einer neuen, positiven Lebenseinstellung mitgestalten.

Im Gegensatz zu Band 1 sind die Geschichten in dieser Fortsetzung überwiegend in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden entstanden:

Der Egoist

Das ganze Leben in der westlichen Welt besteht aus Anpreisen und Repräsentieren. Sich selbst und das, was man bewerkstelligt hat. Männer werben um Frauen und umgekehrt, so genannte „Selfies“ lassen einen erscheinen wie in einem Katalog mit Waren. Musiker präsentieren ihre CDs sowie die Schreiber ihre Bücher. Die sozialen Netzwerke boomen wie nie zuvor, man rückt sein Dasein dort zurecht wie man es sich wünscht. Ins rechte Licht eben. So von anderen gesehen werden, wie man sich darstellt. Ein Traum wurde wahr. Eine Vision, die süchtig machen kann. Nun ist es an der Zeit, sich eine Pause zu gönnen.

Jonas möchte dringend die Realität verändern, ja verbessern, ohne es allen gleich zeigen zu müssen. Wie ein Aussteiger, ein Weltenbummler zu leben, wenn auch nur auf bestimmte Zeit und wie lange es eben finanziell möglich ist. Zurück zu den Wurzeln ohne Berieselung. Eine Reise ohne Termine, Druck und Selbstdarstellung. Die bunte Natur in den Bergen oder am Meer erzählt uns die wahre Geschichte des Kreislaufs der Welt. Im Endeffekt bestreitet jeder Mensch trotz Familie und Freunden seinen Weg alleine. Der Egoist befindet sich in allen von uns und das ist auch gut so. Nur nimmt er überhand, flüchtet man in seine Traumwelt ohne echten Gefühlen und voller Lügen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am November 1, 2015 von in Lyrik.

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