Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Leseprobe „Himmelsrichtungen“

Kapitel 0

In der LMU München studieren ja die unterschiedlichsten Menschen. Doch wie es der Zufall so will, saßen an diesem Montagmorgen ausgerechnet 3 Charaktere in der Aula zum Frühstück beisammen, die sich vielleicht nie hätten treffen sollen? Erst beachteten sich Georg Brandl, aus Passau stammend und sein Gegenüber gar nicht sonderlich, bis sich ein bildhübsches Mädchen an der anderen Tischkante mit ihrer Wurstsemmel ebenfalls dort platzierte. Der junge Mann vis a vis von Georg hatte seltsame Früchte in seiner Brotzeitbox. Georg fragte ihn deshalb interessiert und man kann schließlich durch Smalltalk ins Gespräch. Mukesh, so hieß er war ein Inder und für IT-Kurse eingetragen. Al er Georg dann verriet, dass er zu Hause „noch viel mehr mit Computern anstellen konnte“, wurde auch die junge Frau nebenan augenscheinlich hellhörig.

„Entschuldigt, ich bin Elena. Ich bin seit 3 Wochen hier und belege Germanistik-Seminare. München kann sehr öde und langweilig sein.“

Georg Brandl und auch Mukes schmunzelten.

„Ich bin auch für Action“, entgegnete der Inder und bot beiden freudig sein Obst an. Im weiteren Verlauf erzähle dann auch Georg von seinem Musikfaible und Auftritten in ganz Deutschland.

Die Drei schienen sich in aller Herrgottsfrüh immer mehr zu amüsieren. Kein Wunder, denn mit der adretten Elena aus Moskau, einem Ur-Bayern und dem leicht schlielenden Inder Mukesh ergab sich ein illustres Trio. Man verabredete sich für Mittag am selben Tisch. Allein die Andeutungen von Mukesh, er könne mit seinem PC Leben in jedes Amt bringen machte die Dame und auch den Georg äußerst neugierig.

Zunächst gingen alle aber in ihre Kurse. Dass Georg schon länger Stücke komponierte, machte ihn schon in seiner Heimat Passau extravagant. Darum war München seine Traumstadt. Hier wird nach seine Ansicht nach wenigstens nicht die gewisse Partei gewählt:

„So viel Symphtien schon bei der ersten Mahlzeit des Tages“, dachte er.

„Es wird ein guter werden!“

Es kam, wie es bestellt war. Elena, Mukesh und Georg freundeten sich an. Sie unternahmen viel ausserhalb der UNI, denn ihre Singleappartements waren trist und sie waren allesamt neu in einer Stadt, in der schon Raum ist für Ideen – auch schräge Einfälle.

Mukesh war der erste von ihnen, der bei Brezen und Bier so einen hatte. Die kecke Russin Elena musste sich hingegen bei strahlenden Sonnenschein den Blicken der vielen Männer aussetzen. Normal. Der Inder kuckte verschmitzt und begann zu erzählen:

„Wisst ihr schon, was ihr in den Semesterferien macht? Außer Musik meine ich, Georg. Elena und du sprichst eh schon so gut deutsch. Musst nicht mehr so viel pauken!“

Die Russin lächelte, Georg zog die Augenbrauen nach oben und der PC-Optimierer fuhr rasch fort: „Hättet ihr nicht Lust, wem mal richtig eins auszuwischen?“

„Oh doch“, erwiderte Georg.

„Den Großkopferten, den Ämtern, der Politik und der Religion.“

„Genau das ist der Punkt“, schoss es aus Mukesh heraus.

„Warum machen wir es nicht einfach?“

Elena zuckte mit den Schultern und Georg lachte:

„Genau Du startest einen Hackangriff auf den Landtag und wir speisen mein neues Antilied in deren Telefonschleife.“

Die drei hatten Spaß im Biergarten und stießen an. Es ist je bekannt, dass aus solchen albernen Gedanken manchmal Ernst werden kann.

Bei Elena standen in diesen Tagen aber schlimme Geldsorgen zur Debatte. Ihr Zuschuss von den Eltern aus Russland blieb aus und war nicht gebucht. Auf dem Amt schickte man sie zunächst weg. Auch beim resoluten Georg ging es turbulent zu. Seine ganze Sippe kam zu einem Konzert. Sein Vater, der alte Brandl von jeher sein stärkster Kritiker. Nicht immer ist es einfach, Sohn zu sein.

Mukesh Sain hingegen skypte fast den ganzen Tag mit gleichgesinnten Trackies aus Indien und der ganzen Welt. Sein Plan stand fest, irgendwie einmal ein paar Leute an der Nase herumzuführen. Ja, diesen Möchtegerns einmal klar ihre Grenzen aufzuzeigen. Das war der große Traum dieses hochintelligenten Kerls aus Kalkutta.

In Passau, der Stadt der drei Flüsse schien die Sonne und Georg´ s Handy läutete ihn aus dem Schlaf. Mitn Sicherheit hatte er zu diesem Zeitpunkt noch Promille. Elena  wollte ihm nur erzählen, dass sie einen Nebenjob bei einem Eskortservice angenommen hatte. Der junge Niederbayer musste schon erst tief schlucken. Sie gefiel ihm eindeutig. Doch die russische Studentin brauchte Geld und verstand es bereits sehr gut, ihren weiblichen Charme einzusetzen.

Mukesh roch hingegen Luft, die es ihm ermöglichen könnte, durch die Kontakte Elena´ s an große Fische heranzukommen. Geldgeber, denen er sein Vorhaben natürlich nicht präsentieren wollte. Sein Gedanke war längst nicht mehr nur das Geschäft. Georg hatte Größeres im Visier und er spürte das.

„Verschleierte Möglichkeiten“, nannte der Inder das.

Nach den Ferien trafen sich die drei neuen Spezln aber erstmal in den Isarauen zum Grillen, Bier trinken und Leute beobachten. Was man eben im Sommer in München macht, wenn man keinen Bock zum Bücherwälzen hat. Die Uhr ist ein gutes Ablenkungsmanöver, um in seinen besten Jahren nicht faul, sondern motiviert zu wirken.

Am Nockherberg ging langsam die Sonne unter. Die Großmarkthallen machten Feierabend und der laue Wind läutete die Dunkelheit am blinkenden Olympiaturm ein.

Manchmal könnte man meinen, er bewahrt diese Stadt ein bisschen. Bei klarem Wetter kann man ihn oftmals sogar von den Alpen aus erkennen.

Deshalb hat Georg einen Traum, einen sehr intensiven sogar. Er träumt davon, dass Mukesh nicht nur die Behören hacken kann, sondern auch das Leben an sich, um an unentdeckte Plätze zu gelangen. Nicht die Behörden sind es, die einen Hack brauchten, das ganze Weltbild schreit förmlich danach!

Mukesh hat Georg ein Computesrpiel gegeben.

Daraufhin ist er eingeschlafen. Er träumt einen Traum, wie er bizarrer nicht sein könnte. Alle seine Freunde kommen darin vor, auch die alten.

Georg träumt von der Befreiung der Welt, im Großen und Ganzen. Viel hat er gelesen über die Religionen und die Weltwunder mit all seiner Sklaverei. Jetzt arbeitet er alles im Traum aus, zu letzt auch mit Gedichten

Ich weiß nicht, wann Georg wieder erwacht, aber er wird es bestimmt. Hoffentlich hat er gespeichert, was die Welt ihm zu sagen hatte.

Ist es wirklich nur ein Traum oder Realität, wie Georg das alles mit Hilfe seiner Freunde meistert?

Es sei dem Leser überlassen, in eine Science Fiction Welt einzutauchen, die es bisher nicht gab.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am August 26, 2015 von in Lyrik.

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