Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Antimensch

Antimensch

nachtgedanke

Irgendwann ist der Steg zu Ende und Frank wird ins Wasser fallen, wenn er nicht umkehrt und einfach weitergeht. Er schwimmt mit dem Strom, denkt aber dennoch, dass er seinen eigenen Weg geht. Frank bemerkt nicht, wie er manipuliert und gelenkt wird. Dass das Rauchen ungesund ist und jeden Tag Fleisch und Wurst zu essen auch, ist allgemein bekannt.

Trotz allem gehören Schwächen und Urinstinkte zum Leben eines jeden Menschen. Weil es von der Veganersekte vorgegeben gerade „in“ ist, keine Tiere mehr zu essen, nicht zu rauchen und mit einem Leitungswasser im Restaurant zu sitzen, hat Frank brav mitgezogen. Aus dem angeborenen Jäger und Sammler wurde ein „Hascherl“, das sogar auf wichtige Nährstoffe aus tierischen Produkten wie Eiern oder Milch verzichtet.

Frank denkt, er lebt erst jetzt endlich gesund. Dass er mit dem ganzen Theater seiner eigenen Natur widerspricht, geht in seinem hirngewaschenen Schädel nicht mehr hinein. Der Mensch ist ein Allesfresser und braucht ebenso seine „Vitamine“ aus allem, was ihm angeboten wird. Freilich ist die Massentierhaltung eine Grausamkeit sondersgleichen und sollte bekämpft werden. Deshalb aber zum Veganer zu mutieren, ändert daran nicht viel. Normale Menschen, also Fleischesser, sollten einfach besser Acht geben, wo und wie sie einkaufen. Das Problem, dass da nicht jeder Geldbeutel mitmacht, ist keine Ausrede, wenn man bedenkt, dass man das „Fleisch essen“ auch von 4 mal die Woche auf 2 mal die Woche einschränken kann. Qualität statt Quantität fördert ohnehin den Genuss.

Der Jäger braucht seine Nahrung schon lange nicht mehr selbst erlegen, das ist klar. Wenn er es müsste, würde er ohne die Propaganda es aber tun. Heutzutage jagt man eben in seiner Arbeit und privat seinen Zielen nach.

Frank ist in meinen Augen ein Antimensch. Ohne die Aufnahme von Fleisch hätte sich eine bestimmte Affenart, von der wir abstammen nämlich gar nicht entwickeln können. Dadurch entstand das Großhirn, das heute anscheinend dazu dient, sich der Natur zu widersetzen. Dass Frank aufgehört hat zu rauchen, rechne ich ihm hoch an. Respekt, ich habe es noch nicht geschafft. Die Suchtverlagerung auf Schokolade und Chips in der Entzugsphase sei ihm verziehen. Der Antimenensch Frank übertreibt jedoch, indem er in sozialen Netzwerken geschlachtetes Vieh vor dem Frühstück einstellt und lauthals fordert, jeder sollte den Schritt machen und Vegetarier werden.

Du kannst mich mal kreuzweise, Frank. In einer Reportage beschwerst du dich auch nicht, wenn ein Löwe eine Gazelle reisst oder wenn dein liebes Kätzchen mit einer zerbissenen Maus im Maul zu Hause auftaucht. Das ist das Leben,Frank. Sieh es endlich ein. Du bist nicht krank, wirst es aber werden. Vegan leben ist nicht gesund, auch wenn es sich im ersten Moment so anhört. Es ist antimenschlich. Was ich dir noch mitgeben wollte, bevor du wütend diesen Blog verlässt: Laut einem neuen wissenschaftlichen Forschungsergebnis können Pflanzen „hören“, wenn sie zerschnitten und gestückelt werden. Pflanzen sind auch Lebewesen, Frank.

In diesem Sinne allen Lesern einen schönen Barbecue-Sommer mit saftigem Fleisch, Maiskolben, knackigen Salaten und leckeren Saucen. Lasst es Euch schmecken, Menschen! Denn die Mischung macht es. Nicht umsonst haben Schweine die uns am ähnlichsten DNA. Keine Sau würde sich jemals antun, sich wie ein Hase zu verhalten und den Trank liegenlassen, um an einem dürren Möhrchen zu knabbern.

(c) Roman Reischl, Juli 2014

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juli 29, 2014 von in Sachtexte.

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