Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Der Filter

Der Filter

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Den kennt man doch. Das Gelbe hinten an den Zigaretten. Das Netz am Dunstabzug in den großen Küchen. Der riesige Filter an den rauchenden Türmen der Fabriken. Ein Schmutzfänger. Dennoch hält er nicht alle Giftstoffe zurück. Ist es möglich, dass er sogar wichtige Stoffe gefangen hält? Unter den genannten Umständen ganz bestimmt nicht. Dort kommt wirklich nur Schmutz heraus.

Der Filter wird aber auch in anderen Bereichen verwendet. Ganze Staaten filtern ihre eigene Bevölkerung in reich und arm und dieses Spiel wird immer dreister. Die Mittelschicht ist längst entschwunden. Der Kampf hat begonnen. Leider stellen sich die gefilterten Menschen oft zu sehr in rechte oder linke Ecken, die im Falle des Extremismus nicht weiterhelfen. Chancengleichheit, ja eine Gleichheit allgemein kann nicht funktionieren, wenn sich zu viele Leute auf eine Seite der Wippe setzen und am anderen Ende nichts stattfindet.

Es besteht immer noch die Möglichkeit, durch den Rest Demokratie den Herren dort oben zu zeigen, dass auch wir auswählen können, wer uns in Zukunft filtert oder neue Freiheit schenkt. Dazu müssten wir ganz simpel gesagt einfach geschlossener auftreten und die Probleme unserer Gesellschaft nicht auf Minderheiten wie Ausländer abwälzen. Weiterhin dürfen wir natürlich auch nicht zulassen, dass uns gewisse Gruppierungen, die ins Land gelassen wurden uns ihre Kultur aufzwingen können. Das ist der Gedanke der Mitte.

Das soll nicht heißen, dass wir an den Grenzen der EU einen Klassenfilter aufstellen. Vorsicht ist nur geboten, wenn nicht ordentlich Integrationsarbeit geleistet wird. Das ist leider der Fall. Oberstes Gebot ist vermutlich, unseren Kindern zu vermitteln, dass Wissen und Bildung nicht uncool ist und dass unser momentanes Leben nur so möglich ist, weil wir und unsere Mütter und Väter hartnäckig daran gearbeitet haben. Das darf auch kein Politiker kaputt machen, sonst rufe ich euch auf, sie gnadenlos auszufiltern.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Mai 23, 2014 von in Prosa.

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