Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Tierreich

Tierreich

tierreich

Tiere können sprechen. Wenn auch nicht in unserer Sprache. Sie ist leicht zu übersetzen und ist international.

Was würden sie sagen, wenn wir sie besser verstehen möchten?

DIE KATZE

„Ich warte auf dich, wenn du nicht zu Hause bist bis in die frühen Morgenstunden am Garagentor. Wenn du mich gut behandelst, werde ich dir für ewig treu sein. Ich merke, wenn du krank bist und zeige es mit Gefühlen. Anders kann ich mich nicht äußern. Hoffentlich ist täglich mein Fressnapf voll. Auf Samtpfoten schleiche ich durch dein Haus und entdecke jeden Tag etwas Neues. Ich spiele gerne mit dem Wollkneul und den schönen Tapeten. Ich muss ja schliesslich meine Krallen stärken. Manchmal verkrieche ich mich unter das Bett, viel lieber liege ich aber darauf. Es ist so schön warm, wenn du dort drin liegst. Nachts gehe ich meine Wege, meine Natur veranlasst mich, ein kleines Raubtier zu sein und auf Beutejagd zu gehen. Instinkt. Eigentlich habe ich ja gar keinen Hunger, denn das Futter, das du mir gibst, ist exzellent. Nimm mich wie ich bin, unterhalte mich, streichle mich und nimm mich in den Arm, denn ich liebe dich.“

DER HUND

„Treudoof schauen kann ich gut. Doch ich bin alles andere als dumm. Ich rieche mit meiner feinen Nase jeden Braten sofort. Manchmal muss ich bellen, das darfst du mir nicht übel nehmen. Ich muss in meinem Revier eindeutig klarstellen, wer hier der Herr ist. Oftmals bin ich gefrustet, wenn du mit mir nicht so lange spazieren gehst, wie ich es mir wünsche. Dennoch bist du mein Rudelführer. Ich glaube an dich, auch wenn du noch so viel Unsinn machst in deinem Leben. Egal, was passiert, ich werde dich niemals verlassen. Denk immer daran, dass ich dein bester Freund bin. Sicher hast du noch andere, aber wenn es hart auf hart kommt, bin ich derjenige, der bis zum Tode an deiner Seite geht. Über Leckerlis freue ich mich immer, du wirst schon wissen, wann du sie mir zu geben hast. Schlimm finde ich es nur, wenn du mich baden willst. Lass mich lieber mit einem Stöckchen im Maul in den See springen, das bereitet mir so viel Freude.“

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Januar 7, 2014 von in Prosa.

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