Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Entenhausen

Entenhausen

entenhausen

Sei doch mal ehrlich!

In Wirklichkeit ist diese Stadt doch nicht nur reine Fantasie. Sie spiegelt die Weltsituation wider mein Freund. Der reiche Onkel bunkert Geld und lässt seine engsten Verwandten finanziell hängen. Weiterhin ist er ein knallharter Geschäftsmann und hat dadurch Einfluss auf das gesamte Geschehen. Einzig, dass er manchmal nett ist, irritiert den aufmerksamen Leser der lustigen Taschenbücher hin und wieder.

Dann leben da noch der dumme Große und sein bester Freund, ein Detektiv, der wohl alle Fälle löst. Projeziert man das nicht direkt in die Realität, könnte man denken, Gegensätze ziehen sich an.

Dass der Glückspilz Gustav dem armen Würmchen Donald seine Freundin regelmässig auspannen will, ist gar nicht so weltfremd, vor allem weil Daisy zu 100 % immer ein geschmeidiges Duckface macht, wie unsere lieben Teeniegirls in den Großraumdissen rund um den Globus.

Achja, da ist auch noch ein Erfinder namens Daniel Düsentrieb. Er ist wohl zu gescheit, um endlich mal eine Frau abzubekommen. Mich wundert, dass er in den Geschichten noch nie etwas zur Selbstbefriedigung kreiert hat. Nötig hätte er es allemal. Solche Leute gibt es definitiv zu Hauf da draussen, Kollege. Das sind die mit den Striemen in der Unterwäsche, die selbst ihre Socken mit 60° Grad waschen.

Am schlauesten sind die drei kleinen Neffen vom Pechvogel. Sie sind in ihrem Alter schon reifer wie ihr Onkel. Merkste was? Frühreif…im Kopf.

Am schönsten ist aber die Tatsache, dass alle Einwohner, die keine wesentliche Rolle spielen, Hunde sind. Im Grunde genommen ist „Hund“ hier im Süden ein Schimpfwort. Wenn man gesteht, dass einem die Leute rundherum ziemlich egal sind, macht auch diese Tatsache einen Sinn. Etwas makaber? Nein, so ist das.

Nun noch eine schöne Aussage: Eine kleine Maus, hochintelligent, hält in seiner Gartenhütte ein Tier namens Pluto, der im wahren Leben c.a. 20 mal so groß ist wie sein Chef. Klein regiert groß, nett oder?

Entenhausen hat alles – die faulen Stricke, die keinen Bock haben zu arbeiten, die Geldscheffler, sich immer in Rivalität befindend und ein paar echte Kerle, die auf Zack sind.

Schade nur, dass das mit den Zeitreisen von Mickey und Goofy reine Fiktion ist. Wenn das nämlich klappen würde, hätte ich gute Lust, die Jungs aufzusuchen und abzuhauen von Entenhausen. Obwohl, man sollte berücksichtigen, dass es in der Weltstadt von Disney keinen Krieg gibt. Warum hat er das wohl vergessen?

Stimmt, ich vergaß fast, dass Entenhausen nicht echt ist.

(c) Roman Reischl, Juli 2013

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juli 25, 2013 von in Prosa.

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