Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Patalavaca

 

Patalavaca

Vor vielen Jahren, zur Abendzeit schwemmte es mich in die Bucht von Patalavaca und somit an Land. Dieser Ort war meine Rettung und seitdem lebe ich hier. Wäre ich woanders, hätte ich Sehnsucht nach den lauen Abenden, dem gedimmten Licht der Tavernen und dem leisen Rauschen des Ozeans. Der Felsvorsprung, aus Vulkangestein geformt ist während den Jahrhunderten ausgeschwemmt. Eine unglaubliche Artenvielfalt von Fischen und anderen quirligen Meeresbewohnern macht sich darunter breit. Ein Paradies, nicht nur für Taucher. Einst zählte ich mich zu ihnen. Doch ich habe mich geschickt beiden Elementen angepasst. Ich bin Millionen von Jahren alt und noch immer nicht müde geworden. Der ein oder andere sieht mich kommen und gehen, oftmals ändere ich mein Aussehen und meine Kraft. Ich wäge ab. Teilweise wurde versucht, mich zu verbannen, was zu mancher Stunde auch gelang. Jedoch verschwinde ich niemals wirklich aus den Köpfen der Lebewesen, ob Mensch oder Tier. Denken Sie, man findet mich lediglich am Strand von Patalavaca?

Ich lasse dort den Palmen den Vorrang. Allgegenwärtig schwebe ich von meinem Ausgangspunkt lautlos durch Raum und Zeit. Seltsamerweise besinnen sich viele nur an Orten wie hier auf mich. Man sagte einst Gott der Meere, des Wassers, des Lebens. Der bin ich vielleicht. Ich weiß, dass aller Ursprung im Wasser verborgen liegt. Das Leben kommt ohne Liebe, Entspannung, Wohlbefinden und Energie nicht aus. Ich durchströme Sie, wenn Sie nur möchten. Fahren Sie in die einsame Bucht, atmen Sie ein und aus und sie können mich schmecken. Salzig wie das Meer und zuckersüß wie der Eisbecher im Strandhaus.

Loslassen bedeutet Glück. Glück ist das Gefühl der Liebe. Liebe ist Leben. Leben bedeutet Ankommen. Zuhause ist demnach dort, wo man gerne zur Tür hineinkommt. Man wird erwartet.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juli 19, 2013 von in Prosa.

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