Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Der Schwarm

Der Schwarm

 

 

 schwarm

 

Ist das das Antlitz dieser Welt?

Es passt nicht

Zu diesen Machenschaften

Tiefe Abgründe

Sieht doch diese unsere Spezies

Das Tier als minder an

Solches könnte, würde nie

Seine Rasse vergiften

Individuelles wird bestraft

Mit Massenware

Kommunistische Aufteilung

Jedem das Gleiche

Während die, die das Sagen haben

Die bunte Vielfalt genießen

 

Die gleiche Medikation

Wie vom Arzt verschrieben

Der einen Vertrag hat

Mit dem Großkonzern

Für Lebensmittel aus der Büchse

Auf denen Bio eingraviert ist

Lebensmittel genormt

Grenzüberschreitend

Mutiert unser Bedarf

Ohne Raum für etwas Anderes

Auf den Straßen gähnende Leere

Dort stehen sollten wir

Loben wir heimlich den Rebellen

Um dann doch wieder gutmütig zu sein

Obwohl uns so vieles stört

 

Opium fürs Volk

Kein Wunder, dass wir uns

So Permanent zupumpen

Haben denselben Rausch

Wie der Nachbar

Der einen anderen Job hat

Jedoch das Gleiche im Kühlschrank

Mit ähnlichem Gehalt

Geht eben nicht mehr

Letztendlich unterscheiden wir uns

Auf Grund des Aussehens

Kann ihm kein Blut spenden

Weder fluchen noch sich freuen mit ihm

Weil er schläft wie ich

 

Einst Genießer sich zu nennen

Um dann seine Überzeugung zu verleugnen

Sie haben uns richtig eingestellt

Die Medikation der Presse

Sie wirkt und beruhigt

Eine Sucht nach dem Gefühl der Sicherheit

Mache alles mit

Um nicht aus der Reihe zu fallen

Denn wer das System beleidigt

Oder hinterfragt, ja gar aktiv wird

Wird als kindisch betrachtet

Der spinnende Freidenker

Tobt sich im Internet aus

Erntet nebenbei ein Lächeln

Doch dem Motivator fehlt die Kraft

 

Die Spritze verweigern

Gilt als Bruch mit Tradition und Ehre

Im Krankenhaus „Gesellschaft“

Indessen sie gefrustet

Das Junk Food in sich stopfen

Ohne Einblick in den Text

Den einer unterschrieben hat

Der bei der nächsten Wahl wieder auserkoren wird

Weiterzumachen, den Schwarm zu besänftigen

Obwohl er zur gleichen Zeit sieht

Dass der Hai da hinten

Nur den letzten Zipfel der Kolonne fressen wird

Also dräng dich nach vorne

Du Individuum mit eigenen Wünschen Ideen

 

 

© Roman Reischl, Juni 2013

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Juni 28, 2013 von in Lyrik.

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