Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Die Monate

Die Monate

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WENN DIE MONATE SPRECHEN KÖNNTEN

JANUAR

 

Ich bin nicht so schlimm, auch wenn dir der kalte Wind permanent in die Nase weht. Der erste Monat des Jahres bin ich, man feiert das eingeläutete Jahr, viele nehmen sich an meinem Neujahrstag vor, wichtige Dinge in ihrem Leben zu ändern.

 

FEBRUAR

 

Nun bin ich hier, das Jahr nimmt seinen Lauf. Ich bin gerade dabei, den Frühling vorzubereiten, leider gelingt mir das nicht immer. Der zweite in der Reihe muss immer schauen, was der vor- und hinter ihm gerade plant.

 

MÄRZ

 

In meiner Mitte wächst der Lenz, hoffentlich auch in Wirklichkeit. Meine Schlüsselblumen sollen das Tor aufstoßen zu besserem Wetter. Weiterhin wurde ich nach dem Planeten „Mars“ benannt, wo angeblich die Männer herkommen.

 

APRIL

 

Egal, ob ich mach, was ich will. So ist eben meine Natur. Ein Wechsel zwischen Wärme und Frost. Aber mal ganz ehrlich: Ich spiegle alle Jahreszeiten wieder, oder? Lasst mich nur machen, alles hat seinen Grund.

 

MAI

 

In Bayern stellt man zu meinen Ehren einen Baum auf. Viele meinen, ich bin der Frühling in Person, aber ich kann auch anders. Meine Käfer jedenfalls sind einzigartig wie so vieles auf der Welt.

 

JUNI

 

Der Sommer hat in der Regel begonnen. Ist es einmal nicht so, sollte man sich als Mitteleuropäer in ein Flugzeug setzen – nach Gran Canaria.

 

JULI

 

Es wird langsam heiß. Meine Hitze steigt empor, die Liegewiese des See´ s ist besetzt. Der arme Busfahrer, der heute die Leute ins Freibad fahren muss in seinem Anzug.

 

AUGUST

 

Ich bin der Sommer schlechthin. Wenn kein Wölkchen am Himmel ist und das Grillfeuer brennt, mache ich die Menschen glücklich. Manchmal belästigt mich lediglich ein warmer Regenschauer.

 

SEPTEMBER

 

Die bunten Herbstblätter fallen und die Kinder beginnen, Kastanien zu sammeln. Ich leite den Herbst ein mit großer Leidenschaft. Warum auch nicht? Diese Zeiten gehören zu Eurem Leben hier.

 

OKTOBER

 

Der Tag der deutschen Einheit fällt in mich. Ich bin der Wechsel vom Herbst in den Winter und biete noch einige Sonnentage an. Für manche bin ich bedeutungslos, dennoch bin ich stolz über die Farben in der Natur, die mich zum zehnten Monat machen.

 

NOVEMBER

 

Das weiß ich schon, dass ich nass und kalt bin. Viele, die bei mir Geburtstag haben, können nie im Warmen feiern. Ich bitte Euch deshalb nicht um Verzeihung, aber Menschen im Sternzeichen Skorpion sind besonders. Darum bin und bleib ich der November.

DEZEMBER

 

Der Nikolaus bringt Schokolade, Mandarinen und Nüsse. Eigens einen Kalender habe ich für meine Süßigkeiten. Die Leute mögen mich, denn die Stille bedeutet Weihnachten. Oft treffen sich Familien, die sich länger nicht gesehen haben. Glaubt mir, ich bereite dem Jahr ein friedliches Ende.

(c) Roman Reischl, April 2013

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am April 18, 2013 von in Prosa.

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