Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Ich sage nichts

Ich sage nichts

angsthase 

 

Wieder kommt es mir so vor

Als renne mir die Zeit davon

Könnte in die Wand dreschen

Dass der Putz herunterbröckelt

Weil ich nichts sage

 

Mein Nachbar denkt nicht darüber nach

Ob er sich lächerlich macht

Aufs grade Wohl einfach drauf los

Ohne viel nachzudenken ist er glücklich

Ich sage nichts

 

Zermartere mir den Schädel

Aus Angst, irgendetwas Negatives

Könnte mir begegnen

Obwohl sich nur positive Dinge ereignen

Während ich nichts sage

 

Als Egoist lebt es sich besser

Keiner zu sein bringt einen Scheißdreck

Wenn die Leute dennoch darauf schließen

Dass man nur an sich denkt

Da ich nie etwas sage

 

Mit weit aufgerissenem Maul

Alles mit Belanglosigkeiten zu verdecken

Das Wesentliche schön im Hintergrund halten

Weil ich es nicht auf die Reihe bekomme

Was eigentlich wichtig ist zu sagen

 

Ein Kopf wie ein Käfig

Mit zappelnden Händen

Mach es mir mit Gedanken zur Hölle

Was der Himmel auf Erden sein könnte

Ohne es irgendwem mal zu sagen

 

Man lebt nur einmal

Warum nicht noch eine Niederlage einstecken

Um das nächste Spiel vielleicht mal zu gewinnen

Um keinen Emotionstod zu erleben

Ohne etwas gesagt zu haben

 

© Roman Reischl, Dezember 2012

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Dezember 29, 2012 von in Lyrik.

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