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Roman Reischl (Autor)

Wasserknappheit

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Wasserknappheit

Da steht er nun am Rednerpult und es gelingt ihm tatsächlich, die Audienz zu überzeugen. Ihnen weisszumachen, er sei ein Wohltäter und erschaffe Arbeitsplätze rund um den Globus. Ich weiß seinen richtigen Namen gar nicht, will ihn auch nicht wirklich erfahren. Sein Imperium verkauft über Kaffee bis hin zur Trinkschokolade auch Lebensmittel, von denen wir oftmals nicht einmal wissen, dass sie von ihm stammen. Neuerdings bietet er weltweit Trinkwasser von höchster Qualität an. Dieses Wasser stammt aus Afghanistan. Es handelt sich dabei um das Grundwasser des Landes. Mit Hilfe riesiger Brunnen pumpt er es ab und zwingt das Volk, ihr EIGENTUM bei ihm käuflich zu erwerben. Der Großteil „seiner“ Güter wird exportiert, natürlich auch nach Europa.

Mit jedem Cent für diese Produkte fördern wir die abstossende Politik der Firma Nestlé.

Nestlé wächst weiter und ist in den Köpfen hierzulande ein Sinnbild für hohen Standard. Vielmehr ist Nestlé aber in Wirklichkeit die hässlichste Fratze der Lebensmittelindustrie. Nestlé kann durch seine Abscheulichkeit und den Kapitalismus mittlerweile mit der Rüstungs- und Waffenlobby mithalten.

Die Schwierigkeit für uns besteht darin: Nestlé besitzt dermaßen viele Untermarken, die es uns erschweren herauszufinden, ob man etwas von diesen scheinheiligen Samaritern gekauft hat oder nicht. Wenn aber viele diesen Text lesen und es weitertragen, steht Nestlé vielleicht bald das Wasser bis zum Hals. Überflutet von einer Welle der Empörung sollen sie werden als Quittung für die Wasserknappheit in vom Westen ohnehin schon geschröpften und zerstörten Regionen und Ländern.

Wasserende.

(c) Roman Reischl, Dezember 2012

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Dezember 5, 2012 von in Sachtexte.

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