Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Träume

Träume

 

 

 

Roman Reischl, Februar 2012

 

Es spielt sich nicht jede Nacht das Gleiche ab bei Maria. Sie wurde streng christlich erzogen und durfte erst mit 16 Jahren das erste Mal mit ihren Freundinnen ausgehen. Als Kind wollte sie, wie fast jedes Mädchen, eine Prinzessin sein. Das spiegelte sich zur Faschingszeit wider. Später kam der Einfluss der Medien und ihr Umkreis wollte entweder Sängerin, Schauspielerin oder Model werden. Den Gedanken an einen „normalen“ Beruf ist einer Heranwachsenden heutzutage schwer zu vermitteln.

Maria lebt in einem Vorort von München. Ausbildungsplätze gibt es genug, doch ihre schulischen Leistungen waren nicht die Besten. Außerdem kifft sie jeden Tag. Manchmal bemerkt die junge Frau, wie ihr Unterbewusstsein in den Tagesgedanken eintritt. Normalerweise erledigt das das Traumverhalten der Nacht.

Gerade vor zwei Wochen hat auch noch ihr Freund Schluss gemacht. Doch die Clique versteht sie und besorgt täglich etwas zu Rauchen.

Maria´ s Eltern bemerken bis heute nichts davon, vielmehr machen sie Druck wegen einem Ausbildungsplatz. Dass ihr Kind längst abgedriftet ist von den Elite – Gymnasiasten, ist ihnen nicht bewusst.

Im Moment absolviert Maria das freiwillige soziale Jahr. Sie hat sich einen neuen Freundeskreis aufgebaut. Ihre Ziele und Träume hat sie neu gesteckt. Sozial engagieren und in der Heilerziehungspflege arbeiten, später den Beruf sogar studieren. Maria hat viel zu erzählen und ist kommunikativ. Sie erfüllt dadurch nicht nur ihren Traum, sondern auch den ihrer Patienten.

Für manche ist es nämlich das Größte, auch nur eine viertel Stunde mit einem jungen Menschen zu reden, weil ohnehin kein Besuch kommt.

Durch ihr zukünftiges Gehalt als Pädagogin kann Maria ihr Hobby, das Singen, professioneller betreiben. Leute in dieser Profession sind gefragt, deswegen rutscht sie auch schnell nach oben. Maria betreibt den sozialen Gedanken mit Hingabe. Darüber können studierte Politiker nur sprechen, ohne einen Hauch von echtem Fachwissen.

Ursprünglich war die Arbeit Maria´ s einmal der christliche Urgedanke. Gott sei Dank ist er noch nicht ganz verflogen.

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Februar 28, 2012 von in Kurzgeschichten.

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