Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Eier

Eier

 

 

Die allermeisten Tiere auf dieser Welt vermehren sich dadurch, dass sie Eier legen und sie danach liebevoll ausbrüten. Wir Menschen und alle weiteren Säugetiere tun das nicht. Wohl aber findet auch bei uns eine Befruchtung eines Eies statt. Wir kümmern uns erst nach der Geburt darum. Den Männern hat Gott in der Regel zwei davon in den Sack gestopft. Den Frauen hat er gleich einen ganzen Eierstock eingepflanzt.

Aus frisch gelegten Hühnereiern bereiten einige ein wunderschönes Frühstück. Schade, dass sich manche in ihren Spiegeleiern nicht spiegeln, um die Fresse zu sehen, die Billigprodukte aus Legebatterien mit unendlicher Tierquälerei gekauft hat, um Geld zu sparen.

Jeder, der aus einem Ei entsprungen ist, hat die Welt für sich erobert. Er lebt. Leider machen viele Menschen aus der Welt ein Rührei. Eier werden viel zu niedrig gehandelt. Aus ihnen entsteht Leben.

Kein Wunder, dass der Osterhase sie bunt bemalt, um mehr Aufsehen zu erregen. Ostern steht schließlich für die Wiedergeburt eines Propheten.

Oft hat sich die Menschheit die Frage gestellt, was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei. Es muss wohl das Ei gewesen sein, egal, wer es gelegt hat, meiner Ansicht das Symbol für die Erschaffung.

Im männlichen Sperma befindet sich viel Eiweiß. Die Furcht ist nur, dass aus dem Neugeborenen ein Mensch erzogen wird, der das Leben und das deren anderer nicht zu schätzen lernt.

Dadurch entstand wahrscheinlich auch das Wort „herumeiern“. Einer, der seines Eies, der Familie nicht bewusst ist und deren Bedeutung unterschätzt.

Wenn Menschen hier bei uns etwas ganz besonders finden, sagen sie gerne:

„Das ist das Gelbe vom Ei!“

Das Gelbe ist werdendes Leben. Entstehung.

Deswegen sollten Frauen auch nicht böse werden, wenn sich ein Mann mal am Sack kratzt. Er will dadurch sein eigenes Wohlbefinden bestätigen.

Jetzt verstehe ich auch das Zitat von Oliver Kahn, ehemals Torhüter des FC Bayern München:

„Eier, Wir brauchen Eier!“

Er meinte damit vielleicht keine Tore, sondern hatte einfach Appetit auf eine Wiederbelebung seiner Mannschaft.

Ohne Eier geht´ s halt nicht.

Roman Reischl, Februar 2012

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Februar 19, 2012 von in Lyrik.

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