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Roman Reischl (Autor)

Die Marionette

Die Marionette

 

 

 

Jeffrey ist nicht glücklich. Sein Erschaffer, Dr. Ringham hatte nur das beste Holz verwendet, als er ihn schuf.

 

„Die schönste Marionette westlich von New York“, tauften ihn einige alte Damen, die regelmäßig in Ringham´ s Geschäft kamen. Der alte Herr hatte aber auch tolle Gegenstände – Liebhaberstücke. Alles handgemacht. Uhren aus Mahagoni, Silber- und Goldkettchen und alte Stadtpläne aus der Zeit des wilden Westens, teilweise auf Pergament.

 

Als er die Puppe „Jeffrey“ anfertigte, hätte er auf die Fäden und das Holzkreuz, um ihn tanzen zu lassen, verzichten sollen. Jeffrey wäre viel freier in seinen Bewegungen und Entscheidungen. Bis heute wird er immer von anderen gesteuert. Dennoch hat er es, vielleicht sogar deshalb, weit gebracht. Er studierte Kunstgeschichte und Politik im Puppenmuseum. Von Vornherein wollte er immer etwas verändern in Amerika und der ganzen Welt.

 

Da er auch sehr gute Reden halten konnte und die Fähigkeit hatte, Schwache aufzumuntern, wurde er gewählt. Jeden Tag hat er eine Schere in der Hand, um seine Fäden durchzuschneiden. Schließlich ist er jetzt Präsident der U.S.A.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Februar 5, 2012 von in Kurzgeschichten.

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