Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Gottlos?

Gottlos?

 

Ich machte dir Türe auf

Der Wind zog herein

Es war der Sog der Erdumdrehung

Dann zeigte sich die Sonne

Ihre Strahlen verneigten sich vor

Den Felsen der Bergmassive

Einen Kater sah ich, der eine Amsel

In der Luft zerfetzte

Ich entdeckte eine Taverne

Inmitten der Stadt

Sie strahle Gemütlichkeit aus

Am Bahnhof prügelten sich welche

Im Nuttenviertel fielen Schüsse

Auf dem Nachrichtenkanal flimmerten Bilder

Des Krieges

Das soziale Netzwerk zeigte mir

Bilder von Genitalverstümmelungen

Junger Mädchen

Die kaputten Reaktoren in Japan

Strahlen noch 80 Jahre lang. Atom!

Staaten verbieten sich ohne Erfolg

Versuche mit nuklearer Energie, ohne Erfolg

Tierfleisch wurde zur überzüchteten

Massenware

Zum Sättigen der Satten

Väter vergriffen sich an ihren Töchtern

Doch wo ist Gott?

Er ist hier, weder gut noch böse

Er ist die komplette Welt und diese Schilderung

Mehr zu tun hat er

Als sich um unseren Scheissdreck zu kümmern

 

Diese Entwicklung ist traurig

Aber die einzige Wahrheit

In einem der Millionen Sterne unseres Vaters

Der auch nicht alles regeln kann und will

 

 

Roman Reischl, Januar 2012

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Januar 17, 2012 von in Lyrik.

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