Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Wüstensand

Wüstensand

Die Winde wirbeln manchmal sachte, teilweise aber von heftiger Stärke über die Dünen meiner Umgebung. Ich kann von Glück reden, dass ich von Palmen und saftigem Grün umgeben bin und geschützt werde.Schon so mancher hat meine Oase trotz kräftiger Kamele und ausreichend Proviant nicht erreicht.

Bedauerlicherweise wird das in Filmen oft falsch dargestellt. Das weite Land ist trotz Kompass und Karten unübersichtlich, sieht doch kilometerlang alles gleich aus.

In Tunesien und Ägypten befinden sich derzeit ohnehin viele Menschen auf der Suche. Eventuell nicht nur nach mir, sondern nach Freiheit, Gleichheit, Weltoffenheit und gerechter Justiz.

Manchmal könnte man glauben, der Wüstensand hätte hier den Oberen die Augen verklebt. Das Sandmännchen hat eventuell zu viel Material.

Leider fehlt es an den wichtigsten, grundlegendsten Gütern an allen Ecken und Enden. Vor Allem aber einer friedlichen Gesinnung gegenüber der restlichen Welt. Weiterhin am neuzeitlich angebrachten Zusammenleben. Man sperrt sogar internationale, frei zugängliche Informationsquellen.

Ich blühe in der Zwischenzeit schon wieder auf. Die Natur hat es gut gemeint mit meinem kleinen Reservoir.

Frauen, Kinder und ihr Aufgeklärten: Die Blumen blühen nicht nur im Westen. Wer meine Pflanzen findet im wüsten „Sandgestöber“, der war wirklich auf der Suche.

Ich finde es gut, dass ihr trotz des schier unendlichen Weges zu mir endlich etwas unternehmt. Selbst im goldenen Amerika muss man um seine Rechte kämpfen. Ich bin eine Oase in der Wüste.

Dennoch bleibe ich vorerst eine Fata Morgana der arabischen Politik und deren Machenschaften. Nach der Entdeckung bringt ihr bitte ausreichend Saatgut mit.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am November 20, 2011 von in Lyrik.

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