Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Monster

Monster

DAS EINZELKIND GEDICHT

Im Kindesalter hatt´ ich Raum

Vom Speicher bis zum Apfelbaum

Der wald dahinter, der bot viele

BMX und Doktorspiele

Dann begann der Ernst des Lebens

In Mathe überlegte ich vergebens

Sprachlich war ich sehr gewandt

Die Eltern fanden´ s gut

Doch bei allem Sachverstand

Fehlte mir viel Mut

Ich dacht´ im Keller ist ein Monster

Ein wirklich schlimmer Geist

So ein Kind vermutet sonst was

Wenn das Spielzeug He-Man heisst

Keine Sorge, ganz normal

Ich hab noch nie getötet

Vielmehr kam doch dann die Qual

Dass ein Mädchen mich errötet

Ein Einzelkind wollt ich nie sein

Wünschte mir Geschwister

Ich hatte alles ganz allein

Man hat´ s dann mit den Nachbarn, wisst ihr?

Wir sind verwöhnt sagt man uns nach

Immer Erster, immer Bester

Doch wir scheissen tausendfach

Auf dieses dumme Fachgeläster

Der Bub, das Mädchen hat´  s nicht leicht

Das Monster aus dem Keller

Kommt in der Tagesschau, es reicht

Es wird immer reeller

Ich seh´ Familien mit 10 Kindern

Fast platt sie zu ernähren

Man kann den Schmerz derer nicht lindern

Nur vor der Haustür kehren

Deutschland, Sozialstaat, nach wie vor

Dank Gott bin ich hier geboren

Mein Kontinent verleiht mir Ohr

Hat gewonnen, nicht verloren

Ich Einzelkind such nach der wahrheit

Nach Brüdern, Freunden, Gleichgesinnten

In dieser schnellen Umbruchszeit

Muss man sich selbst erst finden

Ich bin erwachsen, spiele noch

Mit Gedächtnis und dem Sohn

Er bedeutet mir so viel doch

Tiefe Gefühle sind der Lohn

Mein Bub der ist noch Einzelkind

Vielleicht wird er´ s auch bleiben

Doch ein Sternenkind

Wird es allen zeigen

Wir spielen, reden, machen Spaß

Denn die Zeit die wir jetzt haben

Wächst schneller als das Gras

Ich liebe meine Barbara

Und alles das, as bis jetzt war

Mein Ergebnis das ist unschätzbar

Meine Reime, meine Stories

Sind zum Teil echt fies

Teilweise mehr als Ellie´ s Gschieß

Monster, Monster, komm` jetzt her

Bist du gar nicht da?

Mir fällt jetzt gar nichts mehr schwer

Alles wunderbar!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Oktober 6, 2011 von in Gedichte.

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