Roman Reischl Blog

Roman Reischl (Autor)

Zehn

Zehn

Zehn kleine Tugenden, an denen tat man sich erfreuen. Doch der Ehrgeiz ist im Wohlstand verschollen, da waren es nur noch neun.

Neun kleine Tugenden, nur noch mit Ach und Krach, die Moral versank im Untergrund, da waren es nur noch acht.

Acht kleine Tugenden, eine jede sollt´ man lieben, doch das Schulsystem hat die Weisheit letztendlich nun vertrieben.

Sieben kleine Tugenden, das nächste Glas auf Ex, die Entsagung fehlte auch sehr bald, da waren es nur noch sechs.

Sechs kleine Tugenden, doch auf Freigiebigkeit wird gern geschimpft. Schade drum, sie löst sich auf und so waren es nur noch fünf.

Fünf kleine Tugenden, in der restlichen Welt und hier, pfiffen sie auf Geduld und Nachsicht, da waren es nur noch vier.

Vier kleine Tugenden standen noch bereit, Wahrhaftigkeit wurde abgeschafft, da waren es nur noch drei.

Drei kleine Tugenden, es war jetzt schon soweit, Freundlichkeit war fehl am Platz, sieh´ mal, nur noch zwei.

Zwei kleine Tugenden mit Angst, verloren zu sein, doch wich auch bald die Willenskraft, die letzte war allein.

Eine kleine Tugend, die Sparsamkeit blieb bestehen. Die Kassen leer, kein Geld im Staat, ohne sie kanns halt nicht gehen.

Roman Reischl, April 2011

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am April 23, 2011 von in Gedichte.

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